Kolumne | Mein Smartphone hat mich im Griff

Unser Smartphone ist unser täglicher Begleiter geworden und aus unserem Alltag gar nicht mehr wegzudenken. Freunde werden über Facebook zu Veranstaltungen eingeladen, Unternehmen suchen ihre neuen Mitarbeiter über Xing oder LinkedIn und der Urlaub wird online über Vergleichsportale gebucht. Auch mit Freunden telefoniert man nicht mehr, um sich zu verabreden, sondern schreibt eher kurze WhatsApp Nachrichten mit lustigen Emoticons. Jeder ist irgendwie nur noch online unterwegs. Doch wie lange und wie viele Stunden verbringen wir wirklich in der virtuellen Welt? Ich habe den Selbsttest gemacht.

smartphone

Hat mich mein Smartphone wirklich im Griff?

Morgens im Bett noch kurz vor dem Aufstehen, wandert der erste Blick doch schon auf das Handy. Nur kurz checken, welche neuen Mails reingekommen sind, welche Trends man über Nacht auf Instagram verpasst hat und schauen, ob mir mein Freund schon ein liebes „Guten Morgen“ über WhatsApp geschickt hat. Nach dem Frühstück geht es dann hektisch los zur Bahn und ja zum Glück, man hat noch einen Platz ergattern können. Kaum hast du dich hingesetzt, hast du auch schon wieder dein Smartphone in der Hand. Würdest du in diesem Moment einmal aufschauen und durch die gut gefüllte Bahn schauen, würdest du bemerken, dass die meisten Menschen um dich herum genauso sehr in ihr Smartphone vertieft sind wie du selbst. Jeder starrt auf sein Handy, scrollt durch die Facebook oder Instagram Feeds, liest online die neuesten Nachrichten aus aller Welt, spielt eine Runde Quizduell, Tindert oder hört seine Lieblingslieder über Spotify. Hauptsache man kann sich etwas aus dem Stress um einen herum abkapseln. Auf der Arbeit dann angekommen, werden auch noch die letzten Nachrichten verschickt bis der PC vollständig hochgefahren ist. Es darf ja einfach keine Nachricht verpasst werden. Sind wir schon abhängig? Eigentlich traurig, aber irgendwie doch schon.

Gemeinsam und doch allein

Neulich habe ich eine kleine Gruppe Mädels beobachtet. Im einen Moment saßen sie alle noch fröhlich bei einander und erzählten sich gegenseitig irgendwelche lustigen Storys. Nachdem die wichtigsten Themen aber abgehandelt waren, wurde es ruhiger um die Gruppe und die Erste holte ihr Handy aus der Tasche. Als seien die anderen im Zugzwang, brauchte ich nicht lange zu warten, bis alle an diesem Tisch mit ihrem Smartphone da saßen. Gemeinsam aber doch jeder für sich. Um der Stille zu entgehen, verschwinden viele dann in die virtuelle Welt.
Bei uns zuhause passiert es auch immer mal wieder, dass Bibi und ich dann beide (nach dem gemeinsamen Essen) mit Handy am Tisch sitzen. Unsere Eltern scherzen dann immer mit der Frage, ob wir uns gerade gegenseitig eine WhatsApp Nachricht schicken. Eigentlich ist die Vorstellung ganz witzig. Aber irgendwie auch traurig, dass wir alle so viel Zeit mit einem Gerät verbringen.

Mein Selbsttest

Ich wollte wissen, wie viel Zeit ich wirklich mit meinem Telefon verbringe. Daher teste ich jetzt seid einem Monate eine App. Diese App, namens Menthal Balance, zeichnet ein konkretes Profil von dem, wann ich welche App nutze, wie viel ich mit wem telefoniere und sie zählt auch wie oft das Handy am Tag eingeschaltet wurde. Ziemlich verrückt! In den letzten 30 Tagen war ich im Durchschnitt 1h 52min am Telefon zu Gange. Was mache ich denn den ganzen Tag da so? Die Top 5 der am häufigsten genutzten Apps sind bei mir tatsächlich WhatsApp, E-Mail, Instagram, VSCO und Facebook. Heute habe ich bislang auch schon 39 Mal mein Handy angeschaltet. Da reicht auch nur ein kurzer Wisch über den Startbildschirm. Nur leider habe ich dann oft ein zwei Sekunden später auch schon wieder vergessen, wie spät es eigentlich ist.

Probiert es selber einmal aus und ihr werdet erstaunt sein, wie viel Zeit man tatsächlich mit dem Handy verbringt. Ich habe mir jetzt auf jeden Fall vorgenommen, weniger am Smartphone zu hängen und dafür lieber die Zeit mit Freunden und Familie intensiv zu genießen.

Habt einen schönen Sonntag! Fühlt euch gedrückt,
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6 Gedanken zu “Kolumne | Mein Smartphone hat mich im Griff

  1. Oh ja. Man hängt viel zu oft vor dem Smartphone. Doch man kann es auch sinnvoll nutzen. Sprachtraining mit Apps, wie „duolingo“, Schach spielen… Für Naturaufnahmen unterwegs ist so ein Handy auch ideal. Und wenn es in der Bahn mal zu laut ist, einfach den Kopfhörer auf und mp3 Songs hören, die die Geräuschkulisse überdecken. Auch gibt es eine WordPress App für kleinere Texte unterwegs 🙂 Ich wünsche einen schönen Abend!

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