Weil ein #Aufschrei nicht reicht!

Ich lese für mein Leben gern Bücher – dicke, dünne, englische, deutsche, Romane und eben auch dieses besondere: Weil ein #Aufschrei nicht reicht – Für einen Feminismus von Heute von Anne Wizorek.

 

Wie ich zu diesem Buch kam

Wer kennt es nicht – jeder musste in der Schule bestimmt schon mal eine Facharbeit schreiben und diese dann vor den Mitschülern präsentieren. (wenn nicht… es steht dir bestimmt noch bevor ;))
Jetzt liegt es natürlich nahe, wenn ihr denkt, dass ich über Feminismus geschrieben habe und so auch auf das Buch gestoßen bin. Doch bis dato hatte ich mit dem Thema nicht wirklich viel am Hut. Eine Mitschülerin hingegen wählte dieses Thema, was ich so interessant fand, dass ich ihre Präsentation unbedingt sehen musste. Währenddessen verwies sie immer wieder auf das Buch und zitierte einige Sätze daraus. Ich war so begeistert davon, dass ich es mir sofort zum Geburtstag wünschte, der unmittelbar vor der Tür stand.

Inhalte des Buches

Wie man sicherlich schon an dem Titel erkennen kann, geht es in dem Buch um Feminismus. Dazu muss man sagen, dass dies, besonders für Laien, wie ich es einer bin, anfangs kein leichtes Thema ist. Da ich damit zuerst überhaupt nichts anzufangen wusste, fehlten mir die Bedeutungen von vielen Begriffen und Ausdrücken. Anne Wizorek hat dies aber sehr schlau gelöst und im hinteren Teil des Buches ein Glossar eingerichtet, in dem sie viele Begriffe klärt und Definitionen liefert.


Was ich auch sehr gut an dem Buch finde ist, dass sie nicht nur aus ihrer eigenen Sicht schreibt, sondern auch viele andere Feministinnen und Feministen zitiert. Dabei verweist sie auch auf deren jeweilige Bücher, Artikel, Blogs etc. und bringt somit noch mehr Vielfalt und andere bzw. ähnliche Meinungen in ihr Buch mit ein. Es gibt sogar einen kleinen Abschnitt, in dem sie gezielt feministische Blogs und Webseiten aufzählt sowie weitere Hashtag – Kampagnen nennt.
Man muss für dieses Buch kein „Vollblut-Feminist“ sein – das finde ich großartig. Während Wizorek im ersten Teil des Buches grundlegende Probleme, wie z.B. über die Geschlechterquote darlegt, ermutigt sie einen im zweiten Teil mitzumachen und loszulegen. Sie gibt Tipps und Hinweise für bereits aktive Feministen, aber auch für welche, die es noch werden wollen. Damit hat sie es geschafft, dass ich die Dinge mal aus einem komplett anderen Blickwinkel betrachte. Mir sind Dinge im Alltag aufgefallen, welche ich so, auf diese Weise vorher gar nicht wahrgenommen habe. Um das mal zu verdeutlichen:

„Weil ein ‘Ich hab ‘nen Freund‘ oft wirksamer ist als ein ‘Nein‘. Und dieser andere Mann – selbst wenn er nicht mal anwesend ist oder existiert – mehr respektiert wird als der Wille einer Frau.“

Ein Zitat aus dem Buch

Mit genau diesem Satz hat Wizorek so Recht und spricht das aus, was sehr viele Mädchen und junge Frauen, besonders beim Feiern, immer wieder erleben müssen.

Warum ich euch dieses Buch ans Herz legen möchte

Mit diesem Buch will ich euch nicht dazu bringen Feminist/in zu werden. Dennoch will ich es auch ans Herz legen, da dieses Thema in unserer heutigen Gesellschaft immer wichtiger wird. Und dies kann, meiner Meinung nach, Wizorek hervorragend darstellen. 20160928_152337-2Sie erklärt die Probleme rund um den Feminismus nicht mit einer staubtrockenen Langeweile, sondern mit viel Humor aber auch einer gewissen Ernsthaftigkeit und Wichtigkeit. Außerdem gibt sie einem dem Mut, sich einigen Situation zu stellen und mit gezielten Aussagen seine Meinung zu vertreten.
Dass Buch sollten nicht nur Mädchen und Frauen, die es schließlich am meisten betrifft, lesen, sondern auch gut und gerne Männer, die viel dazu beitragen können, einen Wandel in der Gesellschaft hervorzurufen.

 

 

 

 

 

Interessiert euch das Buch? Dann lasst es mich gerne wissen!
Haltet die Ohren steif!
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Ein Gedanke zu “Weil ein #Aufschrei nicht reicht!

  1. „Und dieser andere Mann – selbst wenn er nicht mal anwesend ist oder existiert – mehr respektiert wird als der Wille einer Frau.“

    Eine sehr merkwürdige Logik seitens der Feministin. Ich nehme an „ich habe eine Freundin“ wird auch bei Frauen einen flirtversuch eher beenden, einfach weil es es nicht Ablehnung von einem selbst, sondern schlicht bereits vorliegende bindung ist.

    Eine Single Frau kann man davon überzeugen, dass man der richtige für sie ist, bei einer vergebenen wäre es zum einen unmoralischer, weil man etwas bestehendes aufbricht, und zum anderen möchte man ja auch keinen Freund oder Freundin, die nichts darauf geben würde vergeben zu sein und trotzdem weiter flirtet

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